beschied der Runde aus IHK und Wirtschaftsvertretern (Gegner waren nicht eingeladen), dass eine Autobahn definitiv nur bis Menden gehen würde. Ob diese Aufteilung einem Rechtsstreit stand hält, ist allerdings offen. Die IHK hatte vor kurzem noch den vermeintlichen “Konsens” zur Trasse 15 inszeniert, der aber offenbar gar nicht so gemeint war (in Wickede wird die Trasse 15 weiterhin abgelehnt, und Menden war erst gar nicht gefragt worden.) So fragte Voigtsberger denn auch nach “bindenden Ratsbeschlüssen” und entlarvte den “Konsens” damit als taktischen Rohrkrepierer, wie es einige Tage später Franziskus von Ketteler sehr schön formulierte. Letzterer beschied außerdem, die Familie Boeselager werde für eine Trasse 15 keinerlei Grundflächen zur Verfügung stellen. Ralf Kersting von der IHK schäumte, weil Voigtsberger einen gesellschaftlichen Konsens als Voraussetzung für den Weiterbau verlangte. Dafür sei die Wirtschaft nicht zuständig, meinte der IHK-Mann. Er weiß genau: diesen Konsens wird es nie geben. Aber Aufgabe der Politik ist es auch nicht, über alle Widerstände hinweg umstrittene Projekte durchzuprügeln.|
Kurzmeldungen
Taktischer Rohrkrepierer der IHK
Eine ziemliche Schlappe erlitten kürzlich die A 46 Befürworter bei einer Diskussion mit Wirtschaftsminister Voigtsberger. Der bewies Stehvermögen und
beschied der Runde aus IHK und Wirtschaftsvertretern (Gegner waren nicht eingeladen), dass eine Autobahn definitiv nur bis Menden gehen würde. Ob diese Aufteilung einem Rechtsstreit stand hält, ist allerdings offen. Die IHK hatte vor kurzem noch den vermeintlichen “Konsens” zur Trasse 15 inszeniert, der aber offenbar gar nicht so gemeint war (in Wickede wird die Trasse 15 weiterhin abgelehnt, und Menden war erst gar nicht gefragt worden.) So fragte Voigtsberger denn auch nach “bindenden Ratsbeschlüssen” und entlarvte den “Konsens” damit als taktischen Rohrkrepierer, wie es einige Tage später Franziskus von Ketteler sehr schön formulierte. Letzterer beschied außerdem, die Familie Boeselager werde für eine Trasse 15 keinerlei Grundflächen zur Verfügung stellen. Ralf Kersting von der IHK schäumte, weil Voigtsberger einen gesellschaftlichen Konsens als Voraussetzung für den Weiterbau verlangte. Dafür sei die Wirtschaft nicht zuständig, meinte der IHK-Mann. Er weiß genau: diesen Konsens wird es nie geben. Aber Aufgabe der Politik ist es auch nicht, über alle Widerstände hinweg umstrittene Projekte durchzuprügeln.
Kurzmeldungen
Merkwürdige Bürgermeisterallianz
Da wollte man Einigkeit demonstrieren, aber man belegt sich nur wieder die schon so oft belegte Uneinigkeit nach St. Florians Prinzip: alle wollen eine A 46, aber woanders als in der eigenen Gemeinde. Die GigA war sich dagegen immer einig: Wir wollen GAR keine A46 von Hemer bis Neheim, auch keinen Teilabschnitt bis Menden, der ebenso zerstörerische Wirkung hat wie im Bereich Wimbern/Wickede, nur eben ein wenig weiter südlich. Einig sind wir uns insoweit ausnahmsweise auch mit den Befürwortern, dass eine Teilabschnittsbildung unerwünscht und für die Region nachteilhaft ist. Wir fordern nachdrücklich den sofortigen Beginn von Untersuchungen zu alternativen Netzlösungen, um den verkehrsgestressten AnwohnerInnen endlich Erleichterung zu verschaffen. Aber bitte ohne Gigantomanie, sondern mit Augenmass und ökologischer Vernunft! |
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